Verkieselungsmaterialien zur Verfestigung mineralischer Untergründe
In dieser Kategorie finden Sie silikatische Flüssigprodukte, die poröse mineralische Untergründe verfestigen und ihr Gefüge verdichten. Das Material dringt in Beton, Kalkzementputz, Zementestrich und poröses Mauerwerk ein und bildet über chemisch-physikalische Vorgänge kristalline Verbindungen, die lose Strukturen binden und die Oberfläche vergüten. Typische Aufgaben sind das Festigen sandender oder geschwächter Untergründe sowie ein tiefenwirksamer Schutz vor der Folgebeschichtung.
Für die Auswahl zählt vor allem der Zustand des Untergrunds: Saugfähigkeit, Porosität und Restfeuchte bestimmen Eindringtiefe und Verbrauch. Prüfen Sie außerdem die Verträglichkeit mit dem geplanten Folgeaufbau. Verkieselung ersetzt keine flächige Abdichtung – sie bereitet den Untergrund vor und verfestigt ihn.
- Untergrundart und Saugverhalten (Beton, Putz, Estrich)
- Zustand: sandend, porös oder mürbe
- gebrauchsfertig oder anzumischen
- Verträglichkeit mit der Folgebeschichtung
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Wie Verkieselung wirkt
Verkieselungsmaterialien sind flüssige, silikatische Systeme auf Basis von Kaliumsilikat beziehungsweise Kieselsäure. Sie dringen in poröse, mineralisch gebundene Baustoffe ein und lösen dort durch chemisch-physikalische Vorgänge eine Kristallbildung aus. Die entstehenden Verbindungen binden lose Bestandteile im Gefüge, erhöhen die Festigkeit und verbessern die Dichtigkeit des Untergrunds. Das VANDEX Mineralit ist ein gebrauchsfertiges, flüssiges Produkt für die Oberflächenvergütung mineralischer Baustoffe.
Einsatzbereiche und Untergründe
Geeignet sind poröse, sandende oder mürbe mineralische Untergründe: Beton, Kalkzementputz und Zementestrich. Der tiefenwirksame Effekt festigt geschwächte Randzonen und dient als Vorbereitung vor weiteren Beschichtungen. Entscheidend für Eindringtiefe und Ergiebigkeit sind Saugfähigkeit, Porosität und Feuchtezustand des Untergrunds.
Verarbeitung
Der Untergrund muss tragfähig sowie frei von losen Teilen, Staub und trennenden Schichten sein. Nicht bei Temperaturen unter +5 °C und nicht auf gefrorenem Untergrund verarbeiten. Angaben zu Auftragsmenge, Wartezeiten und Folgeaufbau sind dem technischen Merkblatt des jeweiligen Produkts zu entnehmen.
Abgrenzung zu benachbarten Systemen
Verkieselung verfestigt und verdichtet das bestehende Gefüge – sie ist keine flächige Abdichtungsschicht. Gehört zur Aufgabe ein abdichtender Zusatz im Betongefüge oder eine Haftvermittlung für den Folgeaufbau, sind die Nachbarkategorien die passende Wahl.
| Lösung | Wirkprinzip | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Verkieselung | Silikat dringt ein, bildet Kristalle, verfestigt und verdichtet das Gefüge | poröser, sandender Beton, Putz oder Estrich; Tiefenschutz |
| Kristalline Zusatzmittel | kristalline Reaktion zur Dichtung im Betongefüge | abdichtende Wirkung in mineralischen Systemen |
| Haftbrücken | Verbesserung des Verbunds zwischen Untergrund und Folgeschicht | Untergrundvorbereitung vor dem Beschichten |
Vertiefende Informationen bieten die Bereiche kristalline Zusatzmittel und Haftbrücken und Untergrundvorbereitung.
Typische Anwendungsfehler
Häufige Fehler sind der Auftrag auf nicht tragfähigem oder verschmutztem Untergrund, die Verarbeitung bei zu niedrigen Temperaturen sowie eine fehlende Prüfung der Verträglichkeit mit der geplanten Folgebeschichtung. Wird das Verfahren als vollwertige Abdichtung missverstanden, bleibt der erwartete Wassereintrittsschutz aus – dafür sind eigenständige Abdichtungssysteme vorgesehen.