Zementöse Dichtungsschlämmen (starr) für Beton und Mauerwerk
In dieser Kategorie finden Sie die starren, zementgebundenen Dichtungsschlämmen von VANDEX zur mineralischen Abdichtung von Beton und Mauerwerk. Sie werden als Pulver mit Wasser angerührt und bilden eine feste, wasserdichte Schicht, die gegen drückendes und nicht drückendes Wasser wirkt – sowohl von der Wasserseite als auch von der wasserabgewandten Seite. Typische Einsatzbereiche sind Keller, Fundamente, Behälter und Tiefbauwerke aus maßhaltigem, nicht bewegungsgefährdetem Untergrund.
Maßgeblich für die Auswahl ist, ob das Bauteil bewegungsgefährdet ist. Starre Schlämmen sind druckwasserdicht und mechanisch belastbar, überbrücken aber keine sich bewegenden Risse. Sind Setzungs- oder Bewegungsrisse zu erwarten, gehört die Aufgabe zu den rissüberbrückenden Systemen.
- Wasserbelastung: drückend oder nicht drückend
- Bauteil maßhaltig und rissfrei oder bewegungsgefährdet
- Untergrund: Beton oder Mauerwerk
- Anwendung von der Wasserseite oder der wasserabgewandten Seite
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Zementöse Dichtungsschlämmen (starr)
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Starre mineralische Dichtungsschlämmen im Überblick
Starre zementöse Dichtungsschlämmen werden als Pulver geliefert und auf der Baustelle mit Wasser angerührt. Nach dem Auftrag reagieren sie hydraulisch zu einer festen, kapillar dichten Schicht auf Beton und Mauerwerk. Anders als rissüberbrückende Systeme bleiben sie formstabil und nehmen keine nennenswerten Bauteilbewegungen auf. Sie wirken gegen drückendes und nicht drückendes Wasser, sowohl von der Wasserseite als auch von der wasserabgewandten Seite, und sind mechanisch belastbar. Typische Einsatzbereiche sind Keller, Fundamente, Behälter und Tiefbauwerke.
Starr oder rissüberbrückend?
Das entscheidende Kriterium ist das Rissüberbrückungsvermögen des Bauteils. Starre Schlämmen setzen einen maßhaltigen, nicht bewegungsgefährdeten Untergrund voraus. Sind Setzungs- oder Bewegungsrisse zu erwarten, überbrücken sie diese nicht – hier gehört die Aufgabe zu den elastischen, rissüberbrückenden Dichtungsschlämmen wie BB 75 E.
| Merkmal | Starre Schlämme | Rissüberbrückende Schlämme |
|---|---|---|
| Bauteil | maßhaltig, rissfrei | bewegungsgefährdet |
| Rissüberbrückung | keine | vorhanden |
| Wasserdruck | drückend und nicht drückend | je nach System |
| Mechanische Belastung | hoch | geringer |
Normen, Untergrund und Verarbeitung
Einordnung und Nachweise
Die Abdichtung erdberührter Bauteile ist in DIN 18533 geregelt, die Abdichtung von Behältern und Becken in DIN 18535. Für die Verwendung als Bauwerksabdichtung ist in Deutschland ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) als Verwendbarkeitsnachweis maßgeblich. Die starren VANDEX-Schlämmen dieser Gruppe sind nach EN 1504-3 geprüft. Für die Sanierung und den Schutz des Betonuntergrunds selbst finden Sie ergänzende Systeme unter Betonreparatur und -schutz.
Untergrund und Auftrag
Der Untergrund muss tragfähig, sauber, frei von losen Bestandteilen und ausreichend vorgenässt sein. Je nach Wasserbelastung wird die Schlämme in zwei bis drei Millimetern in mehreren Lagen aufgetragen; die genauen Verbrauchs- und Schichtdickenwerte nennt die jeweilige Produktseite. Innenecken und Anschlüsse sind als Hohlkehle auszubilden.
Typische Fehler und Abgrenzung
Häufige Mängel sind ein zu dünner Auftrag, fehlende Vornässung und der Einsatz auf bewegungsgefährdeten Bauteilen. Gegen aufsteigende Feuchte im Mauerwerk sind zusätzlich Maßnahmen aus dem Bereich Sanierputz und Horizontalsperren erforderlich. Für Trinkwasserbehälter ist auf eine entsprechende Eignung zu achten; passende Systeme führen wir unter Trinkwasserbeschichtungen nach DVGW W300.