Trinkwasserschutzbeschichtungen für Trinkwasserbehälter
Trinkwasserschutzbeschichtungen dichten die Innenflächen von Trinkwasserbehältern, Reinwasserkammern und Speichern aus Beton oder Mauerwerk ab und schützen den Baustoff dauerhaft vor Wasser und Karbonatisierung. Alle hier geführten Systeme stammen von VANDEX und sind auf Werkstoffe im direkten Trinkwasserkontakt ausgelegt – geprüft nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 300.
Die Auswahl richtet sich nach der Aufgabe: mineralische Innenbeschichtungen für den flächigen Schutz tragfähiger Betonuntergründe, PCC-Feinmörtel gegen hydrolytisch angreifende, weiche Wässer sowie rissüberbrückende, elastifizierte Dichtungsschlämmen für riss- und bewegungsgefährdete Bereiche. Entscheidend sind die geforderte DVGW-Typenklasse, der Zustand des Untergrunds und ob die Fläche Risse aufnehmen muss.
- DVGW-W-300-Typ (1 oder 3) nach Projektvorgabe
- Untergrund: Beton oder Mauerwerk, tragfähig und sauber
- starre Beschichtung oder rissüberbrückendes System
- Farbe grau oder weiß je nach Sichtanforderung
- Bauwerksabdichtung und Sanierungssysteme
- Dichtstoffe und Klebstoffe
- Kartuschenpressen und Klebstoffzubehör
- Profi Malerwerkzeug
- Verbindungstechnik
- Aerosole
- Marke - Hersteller
- Blog
Die VANDEX Super kristalline Dichtungsschlämme ist eine zementgebundene Betonabdichtung, die das Bauteil tiefenwirksam gegen drückendes und nicht drückendes Wasser abdichtet. Das graue Pulver aus schnell bindendem grauem Portlandzement, Quarz mit abgestufter Sieblinie und aktiven Chemikalien richtet sich an gewerbliche Verarbeiter im Hoch- und Tiefbau, an Betoninstandsetzer sowie an den Behälter- und Trinkwasserbau. Nach dem Auftrag verbinden sich die aktiven Chemikalien mit freiem Kalk und der Feuchtigkeit im Beton zu Kristallen, die das Kapillarsystem verschließen und Wasser auch unter Druck fernhalten. Der Beton bleibt dabei dampfdurchlässig und diffusionsoffen. VANDEX Super ist keine dekorative Beschichtung.AnwendungsbereicheFundamente, Bodenplatten, Kellerwände und erdüberdeckte BetonbauteileArbeits- und Konstruktionsfugen, horizontal und vertikalAbwasserreinigungsanlagen, Schwimmbäder, Dämme und TrinkwasserbehälterUntergrund Beton, aktive (wasserzugewandte) oder passive (wasserabgewandte) Abdichtung, innen wie außenDas Material ist für den Kontakt mit Trinkwasser geprüft und widersteht Meerwasser, Abwasser, aggressivem Grundwasser sowie bestimmten chemischen Lösungen. Weitere Systemlösungen finden Sie in der Kategorie Zementöse Dichtungsschlämmen (starr).Eigenschaften im EinsatzDie kristalline Tiefenwirkung macht den Beton dauerhaft wasserundurchlässig, ohne die Diffusionsoffenheit aufzuheben – das Bauteil kann weiter austrocknen. Weil die Schlämme auf aktiver und passiver Seite funktioniert, lässt sich auch nachträglich von innen abdichten, wenn die Außenseite nicht zugänglich ist. Bei 20 °C beträgt die Verarbeitungsdauer etwa 30 Minuten, die Abbindezeit 1 bis 2 Stunden – das ermöglicht einen zügigen Baufortschritt. Die gemessene Druckfestigkeit nach 28 Tagen liegt bei 39 MPa, die Haftzugfestigkeit bei 1,4 MPa.Nach EN 1504-3 ist VANDEX Super als CC-Feinmörtel für die statisch nicht relevante Instandsetzung eingestuft (Klasse R3, ≥ 25 MPa) mit einem Haftvermögen ≥ 0,8 MPa, einem Chloridionengehalt ≤ 0,05 %, einem Elastizitätsmodul ≥ 20 GPa, einer kapillaren Wasseraufnahme ≤ 0,5 kg/m²·h^0,5 und Brandverhalten der Klasse A1. Der Karbonatisierungswiderstand ist nicht bestimmt (NPD). Notifizierte Stelle ist die 0761.VerarbeitungFür die Baustelle stehen mehrere Auftragsverfahren zur Wahl: Maurerquast, Feinmörtelspritzgerät oder Trockeneinstreuen. Auf Bodenplatten kann das Material trocken eingestreut werden, an Wänden wird zweilagig gequastet oder gespritzt. Es werden 25 kg Pulver mit rund 7 bis 8,5 Litern Wasser in Trinkwasserqualität angemischt (5 Raumteile Pulver zu 2 Raumteilen Wasser), mindestens drei Minuten bis zur Konsistenz dicker Ölfarbe. Der Auftrag erfolgt frisch in frisch; Fließstellen werden vorab mit VANDEX Wasserstopper abgedichtet. Nicht bei Temperaturen unter +5 °C und nicht auf gefrorenem Untergrund verarbeiten. Die Fläche anschließend mindestens fünf Tage feucht halten und frische Beschichtungen 24 Stunden vor Regen schützen.Trinkwasserbehälter werden befüllt, sobald die Beschichtung ausreichend erhärtet ist – in der Regel nicht früher als 14 Tage, in dringenden Fällen frühestens 7 Tage nach dem Auftrag. Vor der ersten Inbetriebnahme sind eine gründliche Reinigung und Desinfektion nach den länderspezifischen Gesetzen und Regelwerken erforderlich. Trocken und ungeöffnet ist der 25 kg Sack bis zu 12 Monate lagerfähig. Das Produkt ist zementhaltig und reagiert mit Wasser alkalisch.Verbrauch (Richtwerte)BauteilBelastungVerarbeitungVerbrauchBeton-BodenplatteAktiver oder passiver WasserdruckTrocken einstreuen, quasten oder spritzen, 1-lagig1,2 kg/m²Beton-BodenplatteFeuchtigkeit, kein WasserdruckSpritzen oder quasten, 1-lagig0,8 kg/m²Beton-WändeAktiver oder passiver WasserdruckSpritzen oder quasten, 2-lagig1,5 kg/m²Konstruktionsfugen (horizontal/vertikal)WasserdruckQuasten, 1-lagig1,5 kg/m²SystemaufbauArbeitsfugen (Sanierung): Nut ca. 5×5 cm spitzen, mit VANDEX Super vorschlämmen und mit VANDEX Unimörtel stopfen.Nachträgliche Innenabdichtung: Nut mit VANDEX Super vorschlämmen und mit VANDEX Unimörtel verfüllen, Flächenabdichtung mit VANDEX BB 75.Wasserführende Fehlstelle: mit VANDEX Wasserstopper vordichten, mit VANDEX Unimörtel reprofilieren, optional VANDEX Super.Abgrenzung und VariantenwahlVANDEX Super basiert auf grauem Portlandzement und bindet in ein bis zwei Stunden ab – zu wählen, wenn eine kürzere Abbindezeit gefragt ist. Wird eine hellere Oberfläche benötigt, kommt die Variante VANDEX Super Weiss auf Weißzementbasis mit einer Abbindezeit von zwei bis drei Stunden infrage; die übrigen technischen Eigenschaften sind vergleichbar. Für die formale CLP-/GHS-Kennzeichnung (Piktogramme, Signalwort, H- und P-Sätze) liegt derzeit kein Sicherheitsdatenblatt zum direkten Download vor; es kann über das Kontaktformular angefordert werden.
Inhalt: 25 Kilogramm (2,64 € / 1 Kilogramm)
Die VANDEX Super Weiss kristalline Dichtungsschlämme ist eine zementgebundene Abdichtung auf Basis von Weißzement, die Beton tiefenwirksam abdichtet und dauerhaft gegen drückendes und nicht drückendes Wasser schützt. Sie richtet sich an gewerbliche Verarbeiter im Hoch- und Tiefbau, an Betoninstandsetzer sowie an den Behälter- und Trinkwasserbau. Das Material besteht aus schnell bindendem Weißzement, Quarz mit abgestufter Sieblinie und aktiven Chemikalien. Diese verbinden sich nach dem Auftrag mit dem freien Kalk und der Feuchtigkeit im Beton zu Kristallen, die das Kapillarsystem verschließen und Wasser auch unter Druck fernhalten. Der Beton bleibt dabei dampfdurchlässig und diffusionsoffen. Super Weiss ist keine dekorative Beschichtung, sondern ergibt eine helle, weiße Oberfläche.AnwendungsbereicheDie Schlämme arbeitet sowohl auf der wasserzugewandten (aktiven) als auch auf der wasserabgewandten (passiven) Seite des Bauteils, innen wie außen, auf dem Untergrund Beton. Das ermöglicht auch die nachträgliche Abdichtung von innen, wenn die Außenseite nicht zugänglich ist. Typische Einsatzfälle:Fundamente, Bodenplatten, Kellerwände und erdüberdeckte BetonbauteileArbeits- und Konstruktionsfugen, horizontal und vertikalAbwasserreinigungsanlagen, Schwimmbäder, Dämme und TrinkwasserbehälterDas Material ist für den Kontakt mit Trinkwasser geprüft und widersteht Meerwasser, Abwasser, aggressivem Grundwasser sowie bestimmten chemischen Lösungen. Weitere Systeme finden Sie in der Kategorie Zementöse Dichtungsschlämmen (starr).Eigenschaften im EinsatzDie kristalline Tiefenwirkung macht den Beton dauerhaft wasserundurchlässig, ohne die Diffusionsoffenheit aufzuheben – das Bauteil kann weiter austrocknen. Für die Baustelle stehen mehrere Auftragsverfahren zur Wahl: Maurerquast, Feinmörtelspritzgerät oder Trockeneinstreuen. Auf Bodenplatten kann das Material trocken eingestreut werden, an Wänden wird zweilagig gequastet oder gespritzt. Der Verbrauch richtet sich nach Bauteil und Belastung: auf Beton-Bodenplatten unter aktivem oder passivem Wasserdruck rund 1,2 kg/m² (einlagig), bei reiner Feuchtebelastung ohne Wasserdruck rund 0,8 kg/m² (einlagig); Beton-Wände unter Wasserdruck benötigen zweilagig rund 1,5 kg/m², Konstruktionsfugen unter Wasserdruck einlagig gequastet ebenfalls rund 1,5 kg/m². Nach EN 1504-3 ist Super Weiss als CC-Feinmörtel für die statisch nicht relevante Instandsetzung eingestuft (DoP 002): Druckfestigkeit Klasse R3 (≥ 25 MPa), Haftvermögen ≥ 2,0 MPa, Elastizitätsmodul ≥ 20 GPa, Chloridionengehalt ≤ 0,05 %, kapillare Wasseraufnahme ≤ 0,5 kg/m²·h^0,5, Temperaturwechselbeständigkeit (Teil 4, trockene Wärme) ≥ 2,0 MPa, Karbonatisierungswiderstand bestanden, Brandverhalten Klasse A1. Notifizierte Stelle: 0761.Verarbeitung25 kg Pulver werden mit rund 7 bis 8,5 Litern Wasser in Trinkwasserqualität angemischt (5 Raumteile Pulver zu 2 Raumteilen Wasser) und mindestens drei Minuten bis zur Konsistenz dicker Ölfarbe gerührt. Der Auftrag erfolgt frisch in frisch. Fließstellen werden vorab mit VANDEX Wasserstopper abgedichtet. Nicht bei Temperaturen unter +5 °C und nicht auf gefrorenem Untergrund verarbeiten. Die Verarbeitungsdauer beträgt bei 20 °C etwa 30 Minuten, die Abbindezeit bei 20 °C 2 bis 3 Stunden. Die Fläche anschließend mindestens fünf Tage feucht halten und frische Beschichtungen 24 Stunden vor Regen schützen. Trockene, ungeöffnete Gebinde sind bis zu 12 Monate lagerfähig. Trinkwasserbehälter werden befüllt, sobald die Beschichtung ausreichend erhärtet ist – in der Regel nicht früher als 14 Tage, in dringenden Fällen frühestens 7 Tage nach dem Auftrag; vor der ersten Inbetriebnahme sind Reinigung und Desinfektion nach den geltenden länderspezifischen Regelwerken erforderlich. Das Produkt ist zementhaltig und reagiert mit Wasser alkalisch.AbgrenzungSuper Weiss verwendet Weißzement, ergibt eine hellere Oberfläche und bindet in zwei bis drei Stunden ab. Wird eine kürzere Abbindezeit von ein bis zwei Stunden benötigt und spielt der Farbton keine Rolle, ist die graue Variante VANDEX Super auf Basis von grauem Portlandzement die passende Wahl; die übrigen technischen Eigenschaften sind vergleichbar. Beide Varianten sind als 25 kg Sack erhältlich und nicht als dekorative Beschichtung gedacht.
Inhalt: 25 Kilogramm (2,76 € / 1 Kilogramm)
Wofür Trinkwasserschutzbeschichtungen eingesetzt werden
Beschichtungen im direkten Trinkwasserkontakt erfüllen zwei Aufgaben zugleich: Sie schützen die Betonkonstruktion des Behälters vor Wasser, Auslaugung und Karbonatisierung und dürfen dabei die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigen. Maßgeblich ist das DVGW-Arbeitsblatt W 300 – Teil 4 regelt die Anwendung auf der Baustelle, Teil 5 die Anforderungen an die Produkte. Die hygienische Eignung der Werkstoffe wird zusätzlich nach DVGW W 270 bewertet. Die hier geführten VANDEX-CEMLINE- und CEMELAST-Systeme sind auf den Einsatz in Trinkwasserbehältern, Reinwasserkammern und Speichern aus Stahlbeton ausgelegt.
Systemtypen und Auswahl
Mineralische Innenbeschichtung (Typ 1)
Flächige, maschinengängige Beschichtungen mit geringer Porosität für tragfähige Betonuntergründe. Die VANDEX Cemline FS Innenbeschichtung entspricht DVGW W300-5 Typ 1 und ist in Grau und Weiß erhältlich.
PCC-Feinmörtel (Typ 3)
Für weiche, hydrolytisch angreifende Wässer eignet sich der VANDEX Cemline Pro Weiss PCC-Feinmörtel. Er ist einkomponentig, VOC-frei, manuell und im Nassspritzverfahren zu verarbeiten und schützt gemäß DIN EN 1062-6 gegen Karbonatisierung.
Rissüberbrückende Dichtungsschlämme
Für riss- und bewegungsgefährdete Bereiche eignet sich die zweikomponentige, kunststoffvergütete VANDEX Cemelast Dichtungsschlämme. Sie überbrückt Risse, hält drückendem Wasser stand und ist gegen betonaggressive Wässer beständig.
| System | DVGW W300-5 | Charakter | Rissüberbrückung |
|---|---|---|---|
| Cemline FS | Typ 1 | mineralische Innenbeschichtung | nein |
| Cemline Pro Weiss | Typ 3 | PCC-Feinmörtel | nein |
| Cemelast | — | elastifizierte Dichtungsschlämme | ja |
Untergrund, Verarbeitung und typische Fehler
Der Untergrund aus Beton oder Mauerwerk muss tragfähig, sauber und frei von haftmindernden Stoffen wie Öl, Fett oder Zementleim sein; Kiesnester und Risse werden vorab geschlossen. Nicht bei Temperaturen unter +5 °C, auf gefrorenem Untergrund oder unter direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten. Häufigster Fehler ist die vernachlässigte Nachbehandlung: Frische mineralische Beschichtungen sind ausreichend feucht zu halten und vor Sonne, Wind und Frost zu schützen, sonst leidet die Festigkeit. Eine starre Beschichtung auf bewegten Rissen reißt nach – dort gehört ein rissüberbrückendes System hin.
Abgrenzung zu benachbarten Kategorien
Geht es nicht um Trinkwasserkontakt, sondern um allgemeine Rissüberbrückung, führen die Elastifizierten Dichtungsschlämmen das passende Sortiment. Für den mörtelbasierten Aufbau größerer Schichtstärken siehe Faserverstärkte Spritzmörtel, für kunststoffbasierte Systeme die Polymerbeschichtungen.