Faserverstärkte Spritzmörtel für Betoninstandsetzung und Behälterschutz
Faserverstärkte Spritzmörtel sind zementgebundene, mit Fasern modifizierte Reparatur- und Beschichtungsmörtel für die großflächige Instandsetzung von Beton- und Stahlbetonbauteilen. Sie lassen sich im Spritzverfahren mit geringem Rückprall auftragen und eignen sich für das Reprofilieren von Wänden, Sohlen und Decken ebenso wie für den Schutz wasserführender Bauwerke. In dieser Kategorie finden Sie das VANDEX-Cemline-MG-4-System: einen Spritz- und Reparaturmörtel sowie zwei Dickbeschichtungsmörtel, darunter eine helle Variante für kontrastarme Sichtkontrollen.
Für die Auswahl zählt vor allem, ob die Fläche mit Trinkwasser in Kontakt kommt, welche Schichtstärke in einem Arbeitsgang gefordert ist und ob eine glatte, gut prüfbare Oberfläche verlangt wird.
- Trinkwasserkontakt: Prüfung nach DVGW-Arbeitsblatt W 300 beachten
- Geforderte Schichtstärke und Materialverbrauch je Arbeitsgang
- Untergrund: tragfähig, sauber, frei von Bitumen, Öl und Zementleim
- Farbe und Glättbarkeit für die spätere Sichtkontrolle
- Bauwerksabdichtung und Sanierungssysteme
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Was faserverstärkte Spritzmörtel auszeichnet
Faserverstärkte Spritzmörtel bestehen aus Zement, Quarz mit abgestufter Sieblinie, Fasern und ausgewählten Additiven. Die Faserzugabe erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen mechanischen Verschleiß, die abgestufte Sieblinie sorgt beim Spritzauftrag für einen geringen Rückprall. In ausreichender Schichtstärke sind die Mörtel wasserdicht; das VANDEX-Cemline-MG-4-System erreicht diese Eigenschaft ab rund 10 mm. Als zementgebundene Instandsetzungsmörtel fallen die Produkte in den Anwendungsbereich der EN 1504.
Auswahl innerhalb des Cemline-MG-4-Systems
Die drei Systemprodukte unterscheiden sich in Einsatzzweck, Farbe und der Einstufung nach DVGW-Arbeitsblatt W 300.
| Produkt | Einsatz | Farbe | DVGW W 300 |
|---|---|---|---|
| Cemline MG 4 | Spritz- und Reparaturmörtel | grau | Typ 3 |
| Cemline MG 4 FF | Dickbeschichtungsmörtel | grau | Typ 1 |
| Cemline MG 4 FF H | heller Dickbeschichtungsmörtel | hell | Typ 2 |
Untergrund und Verarbeitung
Der Untergrund muss tragfähig, sauber und frei von haftungsmindernden Substanzen wie Bitumen, Öl, Fett, Farbe und Zementleim sein; Kiesnester und klaffende Risse sind vorab zu schließen. Der Auftrag erfolgt gespritzt oder mit Traufel und Kelle, mindestens 10 mm je Arbeitsgang (etwa 20 kg/m²). Pro Millimeter Schichtstärke werden je Quadratmeter rund 2 kg Material benötigt. Während der Applikation darf kein Kondenswasser- oder Wasserfilm auf der Fläche liegen. Frische Beschichtungen sind mehrere Tage feucht zu halten und vor Sonne, Wind und Frost zu schützen.
Normen und Trinkwassereignung
Für Flächen mit Trinkwasserkontakt ist die Prüfung nach DVGW-Arbeitsblatt W 300 maßgeblich; ergänzend gelten die hygienischen Anforderungen nach DVGW W 347 sowie W 270 zur Vermehrung von Mikroorganismen. Ein niedriger Wasser-Zement-Wert gehört zu den geprüften Merkmalen dieser Systeme.
Abgrenzung zu Nachbarkategorien
Spritzmörtel sind starre, zementgebundene Systeme. Wo rissüberbrückende Elastizität gefordert ist, sind elastifizierte Dichtungsschlämmen die passende Wahl; organisch gebundene Schutzschichten führt die Kategorie Polymerbeschichtungen. Zugelassene Systeme speziell für den Trinkwasserbereich bündelt die Kategorie Trinkwasserschutzbeschichtungen.