Reparatur- und Instandsetzungsmörtel
In dieser Kategorie finden Sie mineralische Mörtel für die Instandsetzung von Beton, Mauerwerk und wasserführenden Bauteilen. Das Sortiment reicht vom faserverstärkten Reprofiliermörtel über schwindkompensierte Vergussmörtel bis zum Stopfmörtel, der drückendes Wasser innerhalb weniger Minuten abdichtet. Damit decken Sie Aufgaben von der flächigen Betonreprofilierung über die Behandlung feuchter Wände bis zur punktuellen Leckageabdichtung im Keller- und Abwasserbereich ab.
Welcher Mörtel passt, entscheidet sich an drei Fragen: Steht das Bauteil unter Wasserdruck oder ist es nur kapillar feucht? Muss die Fläche statisch tragen oder befahren werden? Und wie schnell soll das Material abbinden? Danach richten sich Bindemittel, Kornaufbau, Festigkeit und Abbindezeit.
- Belastung: druckwasserbeanspruchtes Bauteil, feuchte Wand oder Verkehrsfläche
- Abbindegeschwindigkeit: Schnellmörtel für kurze Sperrzeiten, Normalmörtel für große Flächen
- Untergrund: Beton, Naturstein, Mauerwerk oder Putz
- Festigkeitsklasse nach EN 1504-3 bei tragender Reprofilierung
- Bauwerksabdichtung und Sanierungssysteme
- Dichtstoffe und Klebstoffe
- Kartuschenpressen und Klebstoffzubehör
- Profi Malerwerkzeug
- Verbindungstechnik
- Aerosole
- Marke - Hersteller
- Blog
Inhalt: 1,25 Kilogramm (10,23 € / 1 Kilogramm)
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Inhalt: 0,6 Liter (30,48 € / 1 Liter)
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Inhalt: 0,3 Liter (39,37 € / 1 Liter)
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Inhalt: 20 Meter (0,00 € / 1 Meter)
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Inhalt: 4 Kilogramm (0,25 € / 1 Kilogramm)
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Mörteltypen und ihre Einsatzgebiete
Reparatur- und Instandsetzungsmörtel unterscheiden sich nach Bindemittel, Festigkeit, Abbindezeit und Verhalten gegenüber Wasser. Für die richtige Wahl zählt weniger der Produktname als die tatsächliche Beanspruchung des Bauteils: trockene Reprofilierung, salzbelastete Feuchtwand oder drückendes Wasser sind grundverschiedene Aufgaben.
Beton- und Reprofiliermörtel
Zementgebundene, kunststoffvergütete oder faserverstärkte Mörtel ersetzen abgeplatzten und karbonatisierten Beton und stellen das Profil tragender Bauteile wieder her. Faserverstärkte Systeme wie der faserverstärkte Reprofiliermörtel MG 4 Rapid mindern das Schwindrissrisiko in dickeren Lagen. Für befahrbare Flächen sind schnelle Reparaturmörtel wie der Cemrep 202 für Betonverkehrsflächen gedacht, die kurze Sperrzeiten erlauben. Das komplette Betonsortiment finden Sie unter Reparaturmörtel für Beton.
Sanier- und Feuchtwandmörtel
Saniermörtel sind für salzbelastetes, durchfeuchtetes Mauerwerk ausgelegt. Ihr hohes Porenvolumen lagert Salze ein und lässt die Wand austrocknen, ohne dass die Oberfläche erneut abplatzt. Sie ersetzen jedoch keine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchte – diese gehört in den Bereich Horizontalsperren und Abdichtungssysteme. Weitere Produkte unter Saniermörtel für feuchte Wände.
Stopf- und Leckagemörtel
Stopfmörtel binden innerhalb weniger Minuten ab und dichten fließendes, drückendes Wasser in Rissen, Rohrdurchführungen und Arbeitsfugen ab. Sie werden von Hand in die Leckstelle gedrückt und dort gehalten, bis sie erhärten. Eine Übersicht bietet die Kategorie Leckage-Stoppmörtel.
Verguss- und Universalmörtel
Schwindkompensierte Vergussmörtel wie Grout 20 unterfüttern Maschinenfundamente, Anker- und Stützenplatten kraftschlüssig. Universal- und Dichtungsmörtel decken gemischte Reparaturaufgaben an Beton, Naturstein und Abwasserbauwerken ab.
Auswahlkriterien im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die Mörteltypen ihrer Hauptaufgabe zu und zeigt, worauf bei der Auswahl zu achten ist.
| Mörteltyp | Typische Aufgabe | Wasserbeanspruchung | Abbinden |
|---|---|---|---|
| Reprofiliermörtel | Betonquerschnitt wiederherstellen | feucht bis wasserbeansprucht | normal bis schnell |
| Saniermörtel | feuchtes, salzbelastetes Mauerwerk | kapillar feucht, kein Druckwasser | normal |
| Stopfmörtel | Leckagen und Wassereintritt stoppen | drückendes, fließendes Wasser | sehr schnell |
| Vergussmörtel | Fundamente und Platten unterfüttern | trocken bis feucht | normal |
| Universalmörtel | gemischte Reparaturen | feucht bis wasserbeansprucht | normal |
Untergrund, Haftung und typische Fehler
Tragfähiger, sauberer und ausreichend rauer Untergrund ist Voraussetzung für den Haftverbund. Lose Teile, Zementschlämme und Trennmittel müssen entfernt, mineralische Untergründe in der Regel vorgenässt werden, ohne dass beim Auftrag ein Wasserfilm stehen bleibt. Häufige Fehler sind zu geringe Schichtdicken, das Überschreiten der Verarbeitungszeit schnell abbindender Mörtel, fehlende Nachbehandlung gegen zu frühes Austrocknen sowie der Einsatz eines Saniermörtels dort, wo eigentlich eine Abdichtung gegen drückendes Wasser nötig wäre. Die Temperatur von Untergrund und Material beeinflusst die Abbindezeit erheblich; maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen technischen Merkblatts.
Normen und Klassifizierung
Für den Schutz und die Instandsetzung von Betontragwerken gilt die Normenreihe EN 1504. Teil 3 klassifiziert Betonersatz- und Reprofiliermörtel nach Druckfestigkeit in die Klassen R1 bis R4, wobei R3 und R4 für statisch relevante, tragende Instandsetzungen vorgesehen sind und R1/R2 für nichttragende Aufgaben. Welche Klasse und welche Zusatzeigenschaften ein konkretes Produkt erfüllt, ist der Leistungserklärung und dem technischen Merkblatt zu entnehmen. Ergänzend regeln die WTA-Merkblätter die Instandsetzung feuchte- und salzgeschädigter Bausubstanz.
Abgrenzung zu Nachbarkategorien
Mörtel stellen Substanz wieder her und dichten punktuell ab. Der flächige Oberflächenschutz gegen Karbonatisierung und Chemikalien liegt dagegen bei den Beschichtungen und Schutzsystemen. Steht die Sperrung aufsteigender Feuchte im Vordergrund, führt der Weg zu den Horizontalsperren; für rissüberbrückende, elastische Abdichtungen sind Flüssigkunststoffe die passende Wahl.