Kristalline Zusatzmittel für die Betonabdichtung
In dieser Kategorie finden Sie kristalline Zusatzmittel, die dem Frischbeton beim Mischen zugegeben werden und die Abdichtung zum festen Bestandteil des Bauteils machen. Die Wirkstoffe bilden in den Kapillaren und Poren unlösliche Kristalle, die eindringendes Wasser blockieren, auch bei drückender Beanspruchung. Eingesetzt werden sie bei weißen Wannen, Fundamenten, Kellerwänden und Schächten sowie bei Wasserbehältern, im Neubau ebenso wie bei entsprechend geplanten Bauteilen.
Für die Auswahl kommt es vor allem auf die Verträglichkeit mit Ihrer Betonrezeptur, den Einbauort im Querschnitt und die zu erwartende Wassereinwirkung an. Soll stattdessen eine bereits bestehende Oberfläche behandelt werden, prüfen Sie die benachbarten Kategorien zur Untergrundvorbereitung und Verkieselung.
- Integrale Wirkung im gesamten Bauteilquerschnitt
- Für erdberührte und drückend beanspruchte Bauteile
- Verträglichkeit mit der Betonrezeptur beachten
- CE-Kennzeichnung nach EN 934-2
Was kristalline Zusatzmittel im Beton bewirken
Kristalline Zusatzmittel werden als trockenes Pulver dem Frischbeton beim Mischen zugegeben und wirken im gesamten Bauteilquerschnitt statt nur an der Oberfläche. Die aktiven Bestandteile reagieren mit dem freien Kalk und der Feuchtigkeit in den Kapillaren und Poren zu unlöslichen kristallinen Komplexen. Diese Kristalle verschließen Kapillaren und feine Schwindrisse und begrenzen so das Eindringen von Wasser, auch unter Druck. Die Abdichtung wird dadurch dauerhafter Bestandteil der Betonmatrix und bleibt bei oberflächlicher Beschädigung des Bauteils erhalten.
Auswahl und Einsatzbereiche
Die Zusatzmittel eignen sich für erdberührte und drückend beanspruchte Bauteile ebenso wie für Anwendungen über Gelände. Typische Einsatzfelder sind weiße Wannen, Fundamente, Kellerwände und Schächte sowie Wasserbehälter und -reservoirs. Bei der Auswahl entscheiden die Dosierung bezogen auf den Zementgehalt, die Verträglichkeit mit der übrigen Betonrezeptur und die zu erwartende Wassereinwirkung.
- Dosierung: in geringer Menge bezogen auf das Zementgewicht dem Beton zugegeben, etwa mit dem VANDEX AM 10.
- Einbauort: integral im Frischbeton statt nachträglich auf der ausgehärteten Oberfläche.
- Konformität: CE-Kennzeichnung nach EN 934-2 als Betonzusatzmittel.
| Kriterium | Kristallines Zusatzmittel | Oberflächenabdichtung |
|---|---|---|
| Einbau | dem Frischbeton beigemischt | auf ausgehärteten Beton aufgetragen |
| Wirkort | im gesamten Querschnitt | an der Bauteiloberfläche |
| Bevorzugt bei | Neubau, weiße Wanne | Sanierung im Bestand |
Abgrenzung zu benachbarten Systemen
Kristalline Zusatzmittel wirken von innen und werden bereits bei der Betonherstellung eingeplant. Soll ein bestehender mineralischer Untergrund verfestigt oder hydrophobiert werden, ist die Kategorie Verkieselungsmaterialien die passende Wahl. Für den Haftverbund zwischen Alt- und Neubeton sowie die Vorbereitung des Untergrunds führt die Auswahl zu Haftbrücken und Untergrundvorbereitung. Zu den Grenzen des Verfahrens: Ein kristallines Zusatzmittel dichtet Bewegungsfugen, konstruktive Anschlüsse oder Risse oberhalb der Schwindrissbreite nicht ab. Hierfür sind Fugenbänder, Injektionssysteme oder aufgetragene Dichtungsschlämmen vorzusehen. Die Wirkung setzt zudem voraus, dass das Zusatzmittel gleichmäßig in die Mischung eingebracht und der Beton fachgerecht verdichtet und nachbehandelt wird.