Metrische Schrauben und Muttern
In dieser Kategorie finden Sie metrische Verbindungselemente für lösbare, wieder demontierbare Schraubverbindungen im Metall-, Fassaden- und Anlagenbau. Metrische Schrauben mit genormtem ISO-Gewinde werden mit der passenden Mutter kombiniert und lassen sich jederzeit kontrolliert anziehen oder wieder lösen – anders als selbstschneidende oder selbstbohrende Schrauben, die ihr Gegengewinde erst im Werkstoff formen.
Für die Auswahl zählen vor allem Gewindemaß und Länge, die Festigkeitsklasse sowie der Korrosionsschutz. Achten Sie darauf, dass Schraube und Mutter in Gewinde und Festigkeit zusammenpassen und die Oberfläche zum Einsatzort gehört.
- Gewindemaß (z. B. M6, M8, M10) und Schaftlänge
- Festigkeits- bzw. Prüfkraftklasse von Schraube und Mutter
- Kopf- und Antriebsform sowie passende Schlüsselweite
- Korrosionsschutz: verzinkt oder nichtrostend A2/A4
Metrische Schrauben und Muttern
Inhalt: 1000 Stück (5,84 € / 100 Stück)
inkl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
inkl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Metrisches Gewinde als Grundlage lösbarer Verbindungen
Metrische Schrauben und Muttern bilden lösbare, wiederholt montier- und demontierbare Verbindungen im Metall-, Fassaden- und Anlagenbau. Das metrische ISO-Gewinde ist über den Nenndurchmesser – etwa M6, M8 oder M10 – und die Gewindesteigung definiert. Schraube und Mutter müssen in Durchmesser, Steigung und Toleranzlage zueinander passen, damit die Verbindung die vorgesehene Vorspannkraft aufbauen kann. Gängige Bauformen reichen von Sechskant- und Innensechskantschrauben bis zu Senk- und Linsenkopf, kombiniert mit Sechskant-, Flansch- oder Sicherungsmuttern.
Festigkeitsklassen, Werkstoffe und Korrosionsschutz
Über die Tragfähigkeit entscheidet die Festigkeitsklasse. Bei Stahlschrauben verschlüsselt die zweiteilige Kennzahl die Zugfestigkeit und die Streckgrenze; bei Muttern gibt die Klasse an, welche Schraubenfestigkeit sie ohne Abstreifen des Gewindes aufnehmen kann. Schraube und Mutter sollten in der Festigkeit aufeinander abgestimmt sein. Der Korrosionsschutz richtet sich nach dem Einsatzort: galvanisch verzinkter Stahl für trockene Innenräume, nichtrostender Stahl A2 für normale Außenbedingungen und A4 für chlorid- oder salzbelastete Umgebungen.
| Festigkeitsklasse | Nennzugfestigkeit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 4.6 | 400 N/mm² | gering belastete Verschraubungen |
| 5.6 | 500 N/mm² | allgemeine Montage |
| 8.8 | 800 N/mm² | Standard im Stahl- und Maschinenbau |
| 10.9 | 1000 N/mm² | hoch belastete Verbindungen |
| 12.9 | 1200 N/mm² | höchste Beanspruchung |
Verarbeitung und Abgrenzung zu Nachbarkategorien
Metrische Verbindungen werden kontrolliert über das Anziehdrehmoment vorgespannt; dafür sind die passende Schlüsselweite und bei Bedarf Unterlegscheiben zur Lastverteilung erforderlich. Typische Fehler sind das Mischen unterschiedlicher Festigkeitsklassen, Überdrehen bis zum Abriss, fehlende Sicherung bei dynamischer Belastung sowie Kontaktkorrosion bei ungünstiger Werkstoffpaarung. Wo kein durchgehendes Gewinde mit Mutter benötigt wird, sondern direkt in Blech oder Profil geschraubt wird, sind selbstbohrende Schrauben die richtige Wahl – diese finden Sie unter Fassaden- und Bohrschrauben, etwa die Bohrschrauben DIN 7504 Typ K mit EPDM-Dichtscheibe. Für tragende Verbindungen im Holzbau führt der Weg zu den Holzbauschrauben.