Chemische Befestigung – Injektionssysteme und Verbundanker
In der chemischen Befestigung finden Sie Injektionssysteme, mit denen Ankerstangen, Gewindehülsen und Bewehrungsanschlüsse kraftschlüssig im Bohrloch verankert werden. Statt über Spreizdruck trägt die Last hier der ausgehärtete Verbundmörtel. Das Sortiment deckt die komplette Verarbeitungskette ab: Injektionsmörtel in Kartuschen, Ankerstangen und Innengewindeanker in unterschiedlichen Werkstoffen, Statikmischer, Siebhülsen sowie Setz-, Reinigungs- und Auspresswerkzeuge.
Chemische Anker eignen sich für randnahe Befestigungen, enge Achsabstände und Verankerungen, bei denen spreizdruckfreies Setzen gefragt ist – etwa in Beton, Mauerwerk oder Lochstein. Entscheidend für die Auswahl sind drei Punkte: der Untergrund und damit die passende Mörtelbasis, die Korrosionsbeanspruchung über die Werkstoffklasse der Ankerstange und die geforderte Zulassung für den Anwendungsfall.
- Untergrund: Beton, Vollstein oder Lochstein mit Siebhülse
- Werkstoff der Ankerstange: galvanisch verzinkt, feuerverzinkt oder Edelstahl A4/HCR
- Geforderte Verankerungstiefe und Lastrichtung
- Passendes Zubehör: Statikmischer, Reinigungs- und Setzwerkzeug
Chemische Befestigung
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
zzgl. MwSt. Lieferzeit 2-5 Tage
Chemische Befestigung: Funktionsprinzip und Einsatzbereiche
Bei der chemischen Befestigung wird die Last nicht über Spreizdruck, sondern über einen aushärtenden Verbundmörtel in das Bohrloch übertragen. Der Mörtel umschließt die Ankerstange und verzahnt sich mit der Bohrlochwand. Dadurch lassen sich Befestigungen mit geringen Rand- und Achsabständen ausführen, die mit spreizenden Systemen nicht möglich wären. Typische Einsatzfelder sind Geländer, Konsolen, Stahlbau, Maschinenfundamente sowie nachträgliche Bewehrungsanschlüsse. In unserem Sortiment finden Sie Injektionsmörtel, Ankerstangen, Innengewindeanker und das zugehörige Verarbeitungszubehör.
Auswahlkriterien für Verbundanker
Untergrund und Verankerungsgrund
Die Wahl des Systems richtet sich zuerst nach dem Untergrund. In ungerissenem und gerissenem Beton wird direkt in das gereinigte Bohrloch injiziert. In Loch- und Hohlkammersteinen verhindert eine Siebhülse das Verlaufen des Mörtels und baut den Formschluss auf. Vollsteine und Natursteinmauerwerk erfordern eine auf den jeweiligen Baustoff abgestimmte Mörtelbasis.
Werkstoff und Korrosionsschutz
Ankerstangen und Innengewindeanker gibt es in verschiedenen Korrosionsklassen. Die Werkstoffwahl richtet sich nach Umgebung und Nutzungsdauer: galvanisch oder feuerverzinkt für trockene Innenbereiche, Edelstahl für feuchte oder bewitterte Lagen, hochkorrosionsbeständige Ausführungen für chlorid- oder schadstoffbelastete Umgebungen wie Tunnel, Schwimmbäder oder Küstennähe.
| Ausführung | Kennung | Typischer Einsatzbereich |
|---|---|---|
| Galvanisch verzinkt | gvz | Trockener Innenbereich ohne Korrosionsbelastung |
| Feuerverzinkt | fvz | Erhöhte Beanspruchung, zeitweise Feuchte |
| Edelstahl A4 | R | Feuchte und bewitterte Außenbereiche |
| Hochkorrosionsbeständig | HCR | Chlorid- oder schadstoffbelastete Umgebung |
Verarbeitung und typische Fehler
Die Tragfähigkeit eines Verbundankers steht und fällt mit der Bohrlochreinigung. Bohrmehl muss ausgeblasen und ausgebürstet werden, sonst wird der Verbund geschwächt. Für saubere Ergebnisse nutzen Verarbeiter einen Druckluft-Reinigungsschlauch und passende Bürsten. Vor dem Setzen wird über den Statikmischer FIS MR Plus so lange Vormörtel verworfen, bis die Masse gleichmäßig durchmischt austritt. Häufige Fehler sind unzureichende Reinigung, zu geringe Verarbeitungstemperatur, nicht eingehaltene Aushärtezeiten und das Belasten vor Ende der Aushärtung. Für serielle Montagen reduziert ein Akku-Auspressgerät FIS DB S Pro den Kraftaufwand und sorgt für konstanten Materialaustrag.
Abgrenzung zu benachbarten Kategorien
Chemische Anker arbeiten spreizdruckfrei über Verbundmörtel. Benötigen Sie mechanisch spreizende Schwerlastbefestigungen, finden Sie diese unter Anker und Schwerlastbefestigung. Für Befestigungen mit Kunststoff- oder Universaldübeln ohne Injektionsmörtel ist die Dübeltechnik die richtige Kategorie, für Schrauben und Direktbefestigung die Schraubtechnik. Die Ankerstangen selbst – etwa die Ankerstange FIS A R in Edelstahl – wählen Sie passend zum Injektionsmörtel und zur geforderten Korrosionsklasse.