Flüssigkunststoff-Beschichtungen für die Bauwerksabdichtung
In dieser Kategorie finden Sie reaktionsharzbasierte Systemkomponenten für die dauerhaft druckwasserdichte Abdichtung von Bauwerken. Kernstück ist der Sikadur-Combiflex CF Kleber Normal, ein zweikomponentiger, thixotroper Epoxidharzkleber, mit dem die Dichtstreifen und Fugenbandprofile des Sikadur-Combiflex TF Systems auf dem Untergrund verklebt werden. Eingesetzt wird er zur streifenförmigen Abdichtung von Arbeits-, Sollriss- und Dehnfugen sowie zur Risssanierung in Betonkonstruktionen.
Für die Auswahl entscheidend sind der Untergrund und sein Feuchtezustand, die zu erwartende mechanische und chemische Beanspruchung sowie die Verarbeitungstemperatur auf der Baustelle. Geht es dagegen um eine großflächige Beschichtung oder um klassische elastische Fugendichtstoffe, ist die jeweils benachbarte Kategorie der passendere Einstieg.
- Untergrundart und zulässiger Feuchtezustand
- Beanspruchung durch Wasserdruck, Chemie und Mechanik
- Verarbeitungstemperatur und verfügbare Topfzeit
- Systemzugehörigkeit der Einzelkomponenten
Inhalt: 4 Kilogramm (0,30 € / 1 Kilogramm)
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Inhalt: 5 Kilogramm (23,99 € / 1 Kilogramm)
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Reaktionsharz-Systeme für die Fugen- und Rissabdichtung
Flüssig verarbeitete Reaktionsharze härten chemisch aus und bilden einen dauerhaft belastbaren Verbund mit dem Untergrund. Der in dieser Kategorie geführte Sikadur-Combiflex CF Kleber Normal ist ein zweikomponentiger, thixotroper Epoxidharzkleber. Er dient als Systemkleber des Sikadur-Combiflex TF Systems und verklebt dessen Dichtstreifen und Fugenbandprofile aus thermoplastischem Elastomer mit dem Untergrund. So entsteht eine druckwasserdichte Abdichtung von Arbeits-, Sollriss- und Dehnfugen, geprüft für positiven wie negativen Wasserdruck.
Auswahl nach Untergrund und Verarbeitungsbedingungen
Untergrund und Feuchtezustand
Der Untergrund ist im Regelfall eine Betonkonstruktion. Er muss trocken bis mattfeucht sein; stehendes Wasser verhindert die Haftung. Nach der Vorbereitung, etwa durch Schleifen, sollte der Untergrund eine Haftzugfestigkeit von mindestens 1,5 N/mm² aufweisen und wasserundurchlässig sein. Ist er es nicht, muss die Fugenabdichtung mit einer flächigen Abdichtung kombiniert werden.
Temperatur und Topfzeit
Die Topfzeit beginnt beim Anmischen und verkürzt sich mit steigender Temperatur und größerer Ansatzmenge. In der warmen Jahreszeit lässt sich die Offenzeit durch Aufteilen in Portionen oder vorheriges Kühlen der Komponenten verlängern.
| Parameter | Vorgabe |
|---|---|
| Untergrund | Beton, trocken bis mattfeucht, kein stehendes Wasser |
| Haftzugfestigkeit Untergrund | mindestens 1,5 N/mm² |
| Standard-Verarbeitungstemperatur | +10 °C bis +30 °C |
| Absolute Untergrenze | +2 °C, empfohlen oberhalb +5 °C |
Verarbeitungshinweise und typische Fehler
Beide Komponenten werden gründlich gemischt, in ein sauberes Gefäß umgetopft und nochmals kurz aufgerührt; niedertouriges Mischen vermeidet Lufteinschlüsse. Angesetzt wird nur so viel, wie innerhalb der Topfzeit verarbeitet werden kann, und der Kleber wird satt in den Untergrund eingearbeitet. Als Epoxidharz reizt das ungehärtete Produkt Haut und Augen und kann allergische Hautreaktionen auslösen – Schutzhandschuhe und Augenschutz sind Pflicht. Eine Überbeschichtung mit passenden Epoxidharzen ist möglich; dabei wird die Deckschicht mit feuergetrocknetem Quarzsand abgesandet statt mit Netzmittel geglättet.
Abgrenzung zu benachbarten Kategorien
Geht es um elastische Fugendichtstoffe statt um ein geklebtes Bandsystem, führt die Kategorie Fugendichtungen weiter. Für großflächigen Oberflächen- und Korrosionsschutz ist der Bereich Beschichtungen und Schutzsysteme passend, für das Egalisieren und Reprofilieren des Untergrundes die Reparatur- und Instandsetzungsmörtel.